Manche Burgen thronen auf einem Hügel; Predjama versteckt sich in einer Felswand. Die helle Renaissance-Festung ist direkt in den Eingang einer Höhle in einer 123 Meter hohen Felswand gebaut, halb Mauerwerk, halb Berg – die größte Höhlenburg der Welt und eines der meistfotografierten Motive Sloweniens. Sie liegt eine kurze Autofahrt von der Postojnahöhle entfernt, und die beiden sind wie geschaffen für einen gemeinsamen Besuch.
Was Sie sehen
Von der Straße aus wirkt die Burg geradezu unmöglich in den Fels gekeilt. Im Inneren führt der Rundgang durch Räume, in denen gemauerte Wände und nackter Fels ineinander übergehen: eine Kapelle, Wohnräume, ein Verlies und Fenster, die senkrecht ins Tal hinabblicken. In der Saison lässt sich zudem das Höhlensystem hinter und unter der Burg besichtigen.
Die Legende
Predjamas Ruhm verdankt sich seiner Geschichte ebenso sehr wie seiner Lage. Im 15. Jahrhundert trotzte der Raubritter Erazem von Predjama monatelang einem Belagerungsheer: Durch einen geheimen Gang in der Höhle hinter der Burg ließ er Lebensmittel hereinschaffen und verhöhnte seine Belagerer bekanntlich mit frischen Kirschen – bis ihn ein Diener verriet.
Anreise & Kombination
Predjama liegt rund 9 km von der Postojnahöhle und 45 Minuten von Ljubljana entfernt. Fast immer wird die Burg zusammen mit der Höhle besucht – es werden Kombitickets verkauft –, was einen bequemen halben Tag ergibt.
Beste Reisezeit
Die Burg ist ganzjährig geöffnet, die Höhle dahinter läuft saisonal. Am schönsten sind Frühjahr bis Herbst für die Fahrt und die Kulisse, wobei das Licht am späten Nachmittag der Felswand am besten steht. Im Sommer ist am meisten los – kombinieren Sie den Besuch mit einem frühen Zeitfenster in der Postojnahöhle, um den Reisebussen voraus zu bleiben.
Anreise nach Postojna
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